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Osterbrief des Vorsitzenden an die Mitglieder

30. 03.24

Liebe Mitglieder der Senioren Union,

auch in diesem Jahr möchte ich Ihnen allen wieder ein gesegnetes Osterfest wĂŒnschen.
Ein hoffentlich besinnliches und friedvolles Fest verbunden mit netten Besuchen von Familienmitgliedern oder Freunden, vielleicht auch einem Kirchenbesuch oder einem geselligen Treffen mit Nachbarn und guten Bekannten aus Ihrem Wohnumfeld bei einem der zahlreichen Osterfeuer.

Das Osterfest, fĂŒr uns Christen verbunden mit der Auferstehung Jesu, ist aber seit jeher auch ein Symbol fĂŒr den Frieden in der Welt.
Leider sind wir auch in diesem Jahr nach wie vor weit entfernt von einem friedvollen Miteinander.

Wenn es auch immer schon zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen in der Welt gab, so belastet uns der nach mehr als zwei Jahren noch immer andauernde Krieg in der Ukraine auf eine ganz besondere Weise, findet er doch in unserer nÀheren Nachbarschaft statt.
Die Ungewissheit ĂŒber den Fortgang dieses Krieges hinterlĂ€sst Spuren bei uns allen und fordert nach wie vor unser aller UnterstĂŒtzung fĂŒr die geflĂŒchteten Menschen sowie fĂŒr die Ukraine selbst.
Denn eines muss uns allen klar sein: Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen. Die Folgen wĂ€ren unabsehbar, insbesondere fĂŒr die unmittelbar an die Ukraine angrenzenden Nachbarstaaten.

Zu allem schon existierenden Leid ist nun auch noch im Nahen Osten eine weitere militÀrische Auseinandersetzung in vollem Gange.
Nach dem schrecklichen ja man kann schon sagen bestialischen Überfall durch die Hamas-Terroristen auf israelisches Gebiet, ist vor einigen Monaten als dessen Folge israelisches MilitĂ€r in den Gazastreifen einmarschiert.

FĂŒr die Menschen im Gazastreifen bedeutet dieses kriegerische Geschehen mittlerweile eine humanitĂ€re Katastrophe.
Daher ist es auch richtig, dass inzwischen zahlreiche Staaten, darunter auch
Deutschland sowie andere europÀische Staaten und die USA die Hilfslieferungen in dieses Kriegsgebiet deutlich verstÀrken.
Dennoch kann es nicht sein, dass sich seit dem Kriegsausbruch im Nahen Osten verstÀrkt offen Antisemitismus auch hier bei uns ausbreitet und insbesondere eine rechtsextremistische Partei hier bei uns auf populistische Weise daraus politisches Kapital zu gewinnen versucht.

Bei vielen weckt das Erinnerungen an die Zeit, als vor nahezu jetzt 90 Jahren
schließlich Nationalsozialisten an die Macht kamen, mit all den schrecklichen Folgen, die viele zwar nur aus den GeschichtsbĂŒchern kennen, einige aber auch noch als Kinder miterlebt haben.

Eine Àhnliche Entwicklung darf es hier bei uns nie wieder geben.
Ich bin daher allen und insbesondere auch den zahlreichen Seniorinnen und Senioren sehr dankbar, dass Sie alle und zwar mit friedlichen Mitteln gegen diese Entwicklung mit auf die Straße gegangen sind und auch weiterhin gehen und sich offen gegen Antisemitismus, AuslĂ€nderfeindlichkeit sowie Hass und Hetze aussprechen und sich fĂŒr unsere Demokratie einsetzen.
Lassen Sie uns alle hier am Ball bleiben und in diesem BemĂŒhen nicht nachlassen.
Wir alle mĂŒssen mit allen Mitteln dafĂŒr eintreten, das rechtsextreme KrĂ€fte, die sich offen gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung wenden, hier nicht den Hauch einer Chance bekommen, ihr rechtes Gedankengut in die Tat umzusetzen.

Wie schon n den vergangenen Jahren so möchte ich trotz vielleicht aller Sorgen und BefĂŒrchtungen meinen Appell an Sie alle auch in diesem Jahr wiederholen:
Genießen Sie die in der Natur aufkeimenden bunten Boten des FrĂŒhlings und glauben Sie fest an eine sichere und gesicherte Zukunft.
Unsere Demokratie ist stark und wehrhaft. Sie kann sich ihren Feinden widersetzen, wenn wir nur alle gemeinsam uns offen zu dieser Demokratie bekennen und uns tagtĂ€glich fĂŒr diese Demokratie und ein friedliches und friedvolles Miteinander einsetzen.

In diesem Sinne möchte ich Ihnen allen und natĂŒrlich ebenso Ihren Familien, Freunden und Bekannten von ganzem Herzen ein schönes und besinnliches Osterfest wĂŒnschen.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Heinz van Baal
Kreisvorsitzender